Erfolgreich allen Hindernissen getrotzt

Abiturfeier an der Gesamtschule Reichshof

Die Hitze des Sommertages konnte der gelösten Heiterkeit keinen Abbruch tun. Unter den gebotenen Hygienemaßnahmen verabschiedete die Gesamtschule Reichshof am 18. Juni im Eckenhagener Kulturforum ihren Abiturjahrgang.

Die Feierstunde eröffnete Schulleiterin Anne Halfar mit der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste. Unterlegt mit den Klängen von Smetanas „Die Moldau“ und eindrucksvoll mit deren Dramatik synchronisiert blickte die Schulleiterin auf die drei zurück liegenden Oberstufenjahre der Abiturientia zurück: Wie die Moldau selbst sich aus zwei Quellen speist, so fanden sich im Jahr 2018 diejenigen, die an der Gesamtschule Reichshof die Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erlangt hatten mit denjenigen zusammen, die – von Schulen der Umgebung kommend – sich für den Besuch der gymnasialen Oberstufe der Gesamtschule Reichshof entschieden hatten. Alle brachten individuelle Kompetenzen und Talente mit sich und vereinigten sich zu einer ganz besonderen Stufe, die sich in den kommenden drei Jahren auszeichnen sollte. Ruhige und turbulente Flusspassagen wechselten einander ab. Ihre Gratulation verband Anne Halfar mit der Würdigung des individuellen Erfolges. Elf Abiturientinnen und Absolventen konnten in der Durchschnittsnote eine eins vor dem Komma verbuchen. Besonnenheit, Durchhaltevermögen, Gemeinschaftssinn und Zielorientierung habe alle ausgezeichnet, gerade auch angesichts der nie geahnten Herausforderung durch die Pandemie. 

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Über den Erddurchmesser hinaus

Gesamtschule Reichshof trotzte erfolgreich dem Stillstand

Wie im März berichtet, hatten sich einige Teams von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Reichshof im Februar am virtuellen Wettbewerb „10.000 Schritte am Tag“ im Rahmen der „Schritt4Fit Challenge“ der AOK Rheinland/Hamburg und des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung beteiligt. Die Klassenteams der Jahrgänge sieben, acht und zehn setzen sich das Ziel mindestens 10.000 Schritte pro Tag zu sammeln, also etwa sieben Kilometer. Motiv war, dem drohenden Stillstand in Form von Bewegungsmangel während der Wochen des Distanzlernens zu trotzen. 

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Augenblicksglück oder die Befragung der Wirklichkeit

– eine Abschlussbetrachtung zum Projektkurs Kunst Q2 im Schuljahr 2020/2021 –

… phantastische, technische Entwicklungen aber auch Internetkriminalität,
Befreiungen von Diktatur aber auch Tendenzen zum Totalitarismus,
„kantianische“ Vernunft aber auch terroristischer Irrationalismus,
individuelle Freiheit aber auch gesellschaftliches Dogma,
Wohlstand aber auch Flucht, Vertreibung, Armut,
übernationale Bündnistreue aber auch lokale, nationale Konflikte,
kulturelle Vielfalt aber auch Ausländerfeindlichkeit,
ökonomische Entwicklung aber auch ökologische Zerstörung,
Wohltaten der Medizin aber auch neue Krankheiten,
biologische Wunder auf den Kontinenten aber auch Flug in den Weltraum
Blick auf die Erde aber auch Blick in den Himmel…

… alles Abenteuer unserer Zeit in der auch die Schüler*innen zunehmend und zwangsläufig Zeuge, Akteur oder Opfer sind – Es wird nicht möglich sein, gegenüber diesen Kräften gleichgültig zu bleiben, sich quasi ganz rauszuhalten. 

Natürlich kennt jeder (hoffentlich) seine kleinen Fluchten aus diesem Alltag: Augenblicke des Chillens in Zeit und Raum und Inseln des Glücks – aber wer nicht nur den Göttern dieses Augenblickglücks huldigt, ahnt, dass hinter den Helden des Sports, der Mode, hinter den twitternde Präsidenten, Shows, Castings, Fake-News hinter diesem ganzen attitudenhaften Make-up der Zeit die Wahrheit sehr nackt ist. 

In diesem Sinne die Wirklichkeit zu befragen, auf ihre Errungenschaften zu deuten aber auch die Finger in die Wunden des Wohls zu legen, war der Anspruch des Projektkurses Kunst. Es ist der Versuch mit den Möglichkeiten der darstellenden Kunst unsere Lebenswirklichkeit zu hinterfragen. Das erforderte Hingucken, Wachsein, Kritik üben wollen; es verlangte Mut und Motiv eine kraftvolle, eigene künstlerische Position zu formulieren.

Was alle Kursteilnehmer*innen mitbringen mussten, war die Lust ihre Lebenswirklichkeit auf den Prüfstand zu stellen, die Bereitschaft eine persönliche Aussage treffen zu wollen, kurz:  die visuelle Neugier ein eigenes Anliegen als künstlerisches „Zeichen“ gestalten zu wollen. 

Die künstlerischen Mittel waren frei, blieben natürlich an Finanzierbarkeit und Durchführbarkeit gebunden. 

Die Projektarbeit wurde kontinuierlich in einem Skizzenbuch dokumentiert. Der Projektkurs fand statt als Werkstattunterricht im Kunstraum, in Form von Projekt-Beratungsgesprächen, in Zwischenpräsentationen vor dem Kurs zur Weiterentwicklung des Projektes.

Zum Schluss bereiteten alle ihre Kunstwerke für eine gemeinsame Ausstellung vor. Die Pandemie erlaubte den üblichen Präsentationsnachmittag in der Schule vor Publikum leider in diesem Jahr nicht – daher dieser digitale Auftritt auf unserer Schulhomepage.

Der Zusammenklang aller Bilder, Skulpturen, Fotos… das Zusammentreffen aller Schüler*innenantworten am Ende ihrer jeweiligen Befragung von Wirklichkeit bilden nun einen neuen, selbst erstellten Teil von Realität… abwechslungsreich und eigensinnig im besten Sinne des Wortes!

… und wenn jetzt, im März 2021, tolle Kunst geschaffen wurde, könnt ihr Schüler*innen stolz auf eure Gestaltungen sein und es stellt sich gewiss auch ein Gefühl von „Augenblicksglück“ ein.

Axel Müller, Kursleiter

Der Projektkurs – das waren:

Theresa Boas – „Fragen in meinem Kopf“
Vivien Borchert – Wir sind die Erde
Jona Dannenberg – Reichtum und Armut auf der Welt
Luis Gazibara – Die Wahrheit hinter der Schönheit
Luis Gazibara – Die Wahrheit hinter der Schönheit
Luis Gazibara – Die Wahrheit hinter der Schönheit
Luis Gazibara – Die Wahrheit hinter der Schönheit
Nina Hauk – Emergency Meeting
Alicia Irle – Schönheit und Diversität der Natur
Sarah Klingspor – Perfektion/Deformation u. soziale Medien
Mia Krause – Cultur Diversity in Germany
Marie Krebs – Fast Fashion Industrie
Laura Löwen – Klimawandel
Jolina Müller – „Die Welt in unseren Händen“
Laurén Riegel – What´s Racism?
Lea Rossenbach – Soziale Plattformen und ihre Wirkungen
Simon Schär – Krieg
Maximilian Schmidt – Die Nachhaltigkeit in den Händen
Paulina Schneider – Soziale Medien und Selbstwertgefühl
Mae Wasser – Zusammen gegen Diskriminierung
Philipp Weinholz – Soziale Medien – politische Manipulation

Vielfalt und Kreativität

Projektkurse des Abiturjahrgangs 2021 an der der Gesamtschule Reichshof 

Ein knappes Jahr hatten die Schülerinnen und Schüler der Q 2, des Abiturjahrgangs 2021, der Gesamtschule Reichshof in verschiedenen Projektkursen an individuellen Vorhaben gearbeitet. Aufgrund der bekannten Umstände war es auch in diesem Jahr nicht möglich, die Ergebnisse im traditionellen Rahmen einer musikalisch umrahmten Soiree zu präsentieren. Das ist umso bedauerlicher, da die Ergebnisse überaus beeindruckend sind. 

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Sportliche Erfolge trotz vielfältiger Einschränkungen

Sportabzeichen an der Gesamtschule Reichshof

Wie so vieles in diesen Zeiten hatten die strengen Hygienemaßnahmen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr durch Covid 19 auch den Sportunterricht an der Gesamtschule Reichshof im vergangenen Herbst stark eingeschränkt. Trotz aller Schwierigkeiten erwarben 31 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der Gesamtschule Reichshof das Deutsche Sportabzeichen. 

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UNO-Ziele vor Ort

Best Practice der Gesamtschule Reichshof präsentiert

2015 gab die UNO im Rahmen ihrer Agenda 2030 siebzehn Ziele zur Erreichung von Nachhaltigkeit aus. Das 17. Nachhaltige Entwicklungsziel betrifft Partnerschaften und Netzwerke auch und gerade in der schulischen Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE). Dazu fand vor den Osterferien eine Online-Fortbildung zum Thema „Netzwerken: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ statt, zu der zahlreiche Lehrkräfte virtuell zusammengekommen waren. 

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