Den Astronauten im Spacecurl nachgeeifert

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Von der NASA werden derartige Geräte zum Astronauten-Training eingesetzt: In einem Spacecurl oder Aerotrim kann sich ein Mensch stehend in allen Ebenen des Raums bewegen und die Körperwahrnehmung sowie die Koordinationsfähigkeit wird ungemein trainiert. Zwar ging es auf dem jüngsten Schulfest der Gesamtschule Reichshof nicht gleich in den Orbit, aber dennoch erfreute sich das Angebot der Sportklasse 7b reger Nachfrage bei den Besuchern des Fests. Ausgeliehen hatten sich die Schüler das Gerät von der GUT DRAUF-Initiative. Schade nur, dass der Regen am späten Nachmittag der Freude ein Ende setzte – vorläufig, muss man sagen, denn das Spacecurl wird bei nächster Gelegenheit bestimmt wieder an der Gesamtschule Reichshof sein.

„Leseclub für Leseratten“

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Lisa Schmitt ist Referendarin an der Gesamtschule Reichshof. Seit geraumer Zeit besteht der von ihr gegründete „Leseclub für Leseratten“ als Angebot in der Mittagspause der Schülerinnen und Schüler. Eingeübt wird neben der Lesefähigkeit auch die Modulation der eigenen Stimme. Auch Buchvorstellungen und Buchbesprechungen gehören zum Programm.
Ein Highlight der Club-Aktivitäten war jüngst ein Ausflug zum Nachbarn: Im Helene-Simon-Kindergarten lasen die Clubmitglieder des fünften Jahrgangs kleinen Gruppen aus dem Kindergarten aus eigenen Büchern vor. Später wurden auch die Wünsche der Kindergartenkinder berücksichtigt. Die Aktion war ein Riesenerfolg: „der Spaß am Vorlesen traf auf den Spaß am Zuhören“, sagte Lisa Schmitt. Auch die Erzieherinnen fanden die die Idee super, so dass eine Wiederholung geplant ist. Denn eins steht fest: Der Club der „Leseratten“ wird weiter bestehen.

Völkerballturnier von Schülern für Schüler

Zum Abschluss ihres Sportprofils kurz vor dem Übergang in die Abteilung 2 der Gesamtschule richteten die Schüler der Sportklasse 7b kurz vor den Sommerferien ein Völkerball-Turnier für die Schüler des sechsten Jahrgangs aus. Mit Unterstützung ihrer Tutoren hatten das Derby insbesondere Svenja Dabringhausen, Johannes Koch und Manuel Mastroieni organisiert und angeleitet.
Alle fünf Klassen des sechsten Jahrgangs spielten in Teams von 10 Schülern. Die Stimmung während des Wettbewerbs war großartig. Wie bei allen bisherigen „Gut-Drauf“-Ereignissen an der Gesamtschule Reichshof wurden auch diesmal die Spieler vom Mensaverein bestens versorgt. Ein Dankeschön der Sportfachschaft gilt auch allen Fachlehrern, die die Klassen während des Turniers betreuten und mit anfeuerten.

Viel Zündstoff und fast ein Koalitionsbruch – Reichshofer Gesamtschüler als Abgeordneter im Bundestag (26.06.2014)

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Für Onur Kesimoglu waren es erlebnisreiche Tage. Im Rahmen des Programms „Jugend im Parlament“ des Deutschen Bundestages verbrachte der Stufensprecher der Jahrgangsstufe 12 und stellvertretender Schülersprecher auf Initiative von Michaela Engelmeier (SPD, MdB) Anfang Juni vier Tage im Berliner Reichstag. Mit 314 anderen Schülerinnen und Schülern aus der gesamten Bundesrepublik war er Abgeordneter, Fraktions- und Ausschuss- sowie Landesgruppenmitglied einer der fiktiven Parteien, denen die Nachwuchspolitiker zugelost worden waren. Als solcher erlebte und gestaltete er harte Auseinandersetzungen um politische Probleme in Verfahren mit, die authentisch das parlamentarische Verfahren nachstellten. So ging es etwa um Fragen des Datenschutzes, um den Einsatz der Bundeswehr in Westafrika, den Ausbau der Windkraft auf dem Land ebenso wie um die Frage „Führerschein für Rentner?“ Berichtet Onur Kesimoglu über die teilweise harten Debatten, verfällt er unversehens in das identitätsstiftende „Wir“: „In unserer Landesgruppe haben wir die Frage nach dem Datenschutz auf dem Argument des Rechts auf Vergessen aufgebaut“, sagt er etwa, „und im Ausschuss haben wir eine digitale Agenda erstellt“, klingt er schon fast wie ein Politik-Profi aus der „Tagesschau“.

Interessant war insbesondere der fiktive Lebenslauf, den Onur Kesimoglu wie seine Mitabgeordneten auszufüllen hatte. In seinem Fall hatte er „früher für einen Chemiekonzern gearbeitet“. Besonders viel Zündstoff gab es in der genannten Führerscheinfrage: „Das hätte fast zum Koalitionsbruch geführt“, erinnert sich Onur Kesimoglu, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen natürlich auch in einer ausgiebigen Stadtrundfahrt Berlin zu sehen bekam. Aber besonders beeindruckt zeigt er sich von dem durchgetakteten Alltag der Abgeordeneten: „Es gibt gutes Essen im Paul Löbe Haus, aber von Mittag bis zum späten Abend kommt man auf Grund der Termine kaum dazu etwas zu essen.“ Viele Kontakte hat Onur Kesimoglu geknüpft. Auch mit Michaela Engelmeier gab es ein intensives Gespräch. „Mich freut es, dass ein so engagierter junger Mann aus der Gesamtschule Reichshof an unserem Programm teilgenommen hat“, resümiert die oberbergische Bundestagsabgeordnete und hofft, dies im nächsten Jahr wiederholen zu können.