Austernpilz-Projekt Eckenhagener Schulen zu Markte getragen

Einen tollen geschäftlichen Erfolg konnten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte verbuchen, die sowohl auf dem 1. Eckenhagener Landmarkt im Oktober als auch auf dem traditionellen „Kappesfest“ im November ihre selbst erzeugten Produkte feilboten. Bekanntlich betreibt die Gesamtschule Reichshof im Rahmen des Inklusionsprojekts „Fliegende Bauten“ zusammen mit der CJG St. Antoniusschule in Eckenhagen eine gemeinsame Austernpilzzucht, deren Produkte in der Region mittlerweile immer größere Bekanntheit erlangt haben.
Gemeinsam hatte man auf den beiden Märkten den Verkaufsstand gestaltet, an dem frische Pilze, Trockenpilze sowie die „hauseigene“ Pilzsuppe regen Absatz fanden. Mehrmals mussten Pilze aus dem Vorratslager nachgeordert werden, bis am späten Nachmittag alles ausverkauft war. Seitens der Besucher bestand großes Interesse an Informationen über das Projekt. Die Schülerinnen und Schüler stellten es in zahlreichen Gesprächen vor und verteilten Flyer. Der große Erfolg bestärkte die Schülerinnen und Schüler in ihrem Engagement. Darum steht schon jetzt fest: Auf dem nächsten Markt werden die die jungen Agrar-Produzenten der Gesamtschule und der St. Antoniusschule wieder vertreten sein.

Handballprojekt mit Zukunft in der Gesamtschule Reichshof

In der Gesamtschule Reichshof erhält der Mädchen- und Jungenhandball Einzug. Hierzu strebt die Gesamtschule Reichshof mit dem Handballvereinen TUS Derschlag eine langfristige Kooperation an. Ziel der Zusammenarbeit ist die sportliche Förderung talentierter Jungen und Mädchen im Jugend-Handball. Möglichst viele Schülerinnen und Schüler sollen zunächst in Klasse 5 für den Handballsport begeistert werden.

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Nach der Durchführung einiger Schnuppertrainings im Juni diesen Jahres stand Anfang November das Sichtungstraining für alle 5. Klassen auf dem Programm. Drei junge Trainer des TUS Derschlag haben in 10 Trainingseinheiten die insgesamt 150 Schüler gesichtet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Jeweils 20 Mädchen und 20 Jungen konnten in den Trainingseinheiten so überzeugen, dass sie den direkten Sprung in die Schulmannschaft geschafft haben. Torben Naumann, einer der TUS-Trainer, war von der Sichtung begeistert: „Alle Jungs und Mädchen waren mit viel  Spaß dabei und einige Kinder konnten schon überzeugen, so dass wir uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit freuen.“

Im nächsten Schritt erfolgt jetzt das Angebot von Schule und Verein, die Kinder regelmäßig zu trainieren, um an den Kreismeisterschaften der Schulen teilzunehmen und im nächsten Jahr selbst ein Einladungsturnier für interessierte Schulen durchzuführen. Außerdem arbeiten alle Beteiligten im Hintergrund an weiteren Ideen zur Festigung der Kooperation, zum Beispiel an der Ausbildung von Sporthelfern, die Einbindung weiterer Schulen und Vereine im Reichshof. Hier sind sich Frau Halfar von der Gesamtschule und Oliver Meyer, Abteilungsleiter des TUS Derschlag Handball einig: „Von einer langfristigen Zusammenarbeit profitieren alle: Schüler, Schule, Verein und auch die Region. Diese Zusammenarbeit wollen wir schon bald mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung besiegeln.“

„Zum Tandem braucht man zwei“

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Hatten die Partner im Sommer gerade das 15-jährige Jubiläum des Austauschs zwischen der Gesamtschule Reichshof und dem I. Allgemeinbildenden Lyceum Łańcut in Polen gefeiert, so fand Ende September der Besuch einer Reichshofer Delegation in Polen statt. Die Organisatorin Kerstin Krug und die didaktische Leiterin der Gesamtschule Reichshof, Anne Halfar, waren mit 14 Schülerinnen und Schülern wie immer in polnischen Gastfamilien untergebracht.

Der Besuch stand unter dem Motto „Zum Tandem braucht man zwei“ und legte einen Schwerpunkt auf den gegenseitigen Spracherwerb, der auch die deutschen und polnischen Lehrkräfte mit einbezog.

Nach der traditionellen Begrüßungsfeier in der polnischen Schule mit Brot und Salz durch den polnischen Schulleiter Robert Szura erwartete die Reichshofer ein abwechslungsreiches Programm. Die Projekte zum Spracherwerb standen unter dem Leitwort: „Jede neue Sprache wird zum nächsten Fenster auf die Welt.“ Die Sprachkurse in Deutsch und Polnisch fanden in der Sprachenschule „Germanitas“ in Rzeszów und in der polnischen Partnerschule in Łańcut statt.

Auch diesmal kam es zu vielfältigen Kontakten und Gesprächen, etwa beim gemeinsamen Sport, bei Wanderungen sowie bei der Besichtigung einer Glasbläserei mit Workshop, bei der Erkundung der Stadt Krakau und bei den gemeinsamen Essen. Trauer und Bestürzung rief der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz und Auschwitz-Birkenau hervor.
Umso bemerkenswerter empfanden die deutschen Besucher die herzliche Gastfreundschaft der Polen. Der Gegenbesuch der polnischen Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte wird im Juni 2015 erfolgen. Die begonnene Projektarbeit soll dann fortgesetzt werden. Großer Dank gebührt erneut dem Deutsch-polnischen Jugendwerk (DPJW) und dem Förderverein der Gesamtschule Reichshof für die finanzielle Unterstützung.

Kurzvisite an der Gesamtschule Reichshof – Michaela Engelmeier diskutierte mit Schülerinnen und Schülern

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Am 28. Oktober besuchte die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD) die Gesamtschule Reichshof. Anlass war ein Versprechen, das sie den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 a der Gesamtschule Reichshof bei deren Studienfahrt in Berlin gegeben hatte.

War es dort aus Termingründen nicht zur geplanten Diskussion über politische Fragen gekommen, wurde diese nun in der Gesamtschule nachgeholt. Die Klassenlehrer Heike Burghaus und Marco Brüß zeigten sich angetan von der Intensität des Gesprächs zwischen ihren Schülerinnen und Schülern und Michaela Engelmeier. Die Themen waren weit gespannt; sie reichten von der Bedrohung durch Ebola über Fragen der sozialen Gerechtigkeit bis hin zu den Kriterien zur Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft – ein brisanter Punkt für Michaela Engelmeier als Mitglied im Sportausschuss des deutschen Bundestages.

In einem zweiten Teil der Kurzvisite an der Reichshofer Gesamtschule informierte sich Michaela Engelmeier über schülernahe Aktivitäten und stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. So berichtete Jannik Fischbach (Stufe 12) über die Aktivitäten der Schülervertretung an der Gesamtschule Reichshof, während Jannik Weiß und Jan Julius Arens (beide 9 d) das Projekt „Fliegende Bauten“ erläuterten. Benedikt Diederich (Stufe 11) präsentierte schließlich das Konzept der Schülergenossenschaft, in der durch die Zusammenarbeit mit der Eckenhagener St. Antonius-Schule gerade auch der Inklusionsgedanke praktisch gelebt wird.
Bürgermeister Rüdiger Gennies (CDU) hatte es sich nicht nehmen lassen, mitzudiskutieren und zeigte sich offen für Anregungen aus der Schülerschaft. Den Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern vorangegangen war ein Gespräch Michaela Engelmeiers mit der neuen Schulleiterin Barbara Horvay, die den Jugendlichen die Besucherin aus dem Bundestag auch kurz vorstellte.

Umweltbus „Lumbricus“ an der Gesamtschule Reichshof

Der Umweltbus „Lumbricus“ besuchte am 22. Oktober einen ganzen Tag lang die Gesamtschule Reichshof. Im Auftrag der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW durchkreuzt das fahrbare Umweltlabor fast ganzjährig Nordrhein-Westfalen. Benannt ist es nach dem lateinischen Wort für Regenwurm. „Der Bus ist technisch hervorragend ausgestattet und bietet im Rahmen unseres Themas Ökologie für den Leistungskurs der Stufe 12 eine tolle Möglichkeit, die Methoden zur Gewässer-Untersuchung kennen zu lernen, anzuwenden und ein komplexes Bild der Fließgewässer-Qualität zu gewinnen“, erläuterte Andrea Rohof, die den Bus erneut an die Reichshofer Gesamtschule geholt hatte.

Ottmar Hartwig vom Umweltbus betreute zusammen mit der Biologielehrerin Julia Wiebel die Schülerinnen und Schüler, die in vier Gruppen den Spicher Bach unter botanischen, zoologischen, chemischen und geologischen Gesichtspunkten untersuchten und die Ergebnisse anschließend im Labor auswerteten. „Am Ende konnten wir der Qualität des von uns untersuchten Gewässers die Note 2-3 erteilen“, fasste Tabea Koch vom Bio-Leistungskurs das Resultat zusammen. Insgesamt war der Tag für die Bio-Schülerinnen und Schüler ein voller Erfolg, eröffneten sich doch konkrete Einblicke in das abiturrelevante Thema Ökologie. Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler auch Tipps zur Berufsorientierung und zu möglichen Praktikumsstellen.

Den Astronauten im Spacecurl nachgeeifert

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Von der NASA werden derartige Geräte zum Astronauten-Training eingesetzt: In einem Spacecurl oder Aerotrim kann sich ein Mensch stehend in allen Ebenen des Raums bewegen und die Körperwahrnehmung sowie die Koordinationsfähigkeit wird ungemein trainiert. Zwar ging es auf dem jüngsten Schulfest der Gesamtschule Reichshof nicht gleich in den Orbit, aber dennoch erfreute sich das Angebot der Sportklasse 7b reger Nachfrage bei den Besuchern des Fests. Ausgeliehen hatten sich die Schüler das Gerät von der GUT DRAUF-Initiative. Schade nur, dass der Regen am späten Nachmittag der Freude ein Ende setzte – vorläufig, muss man sagen, denn das Spacecurl wird bei nächster Gelegenheit bestimmt wieder an der Gesamtschule Reichshof sein.

„Leseclub für Leseratten“

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Lisa Schmitt ist Referendarin an der Gesamtschule Reichshof. Seit geraumer Zeit besteht der von ihr gegründete „Leseclub für Leseratten“ als Angebot in der Mittagspause der Schülerinnen und Schüler. Eingeübt wird neben der Lesefähigkeit auch die Modulation der eigenen Stimme. Auch Buchvorstellungen und Buchbesprechungen gehören zum Programm.
Ein Highlight der Club-Aktivitäten war jüngst ein Ausflug zum Nachbarn: Im Helene-Simon-Kindergarten lasen die Clubmitglieder des fünften Jahrgangs kleinen Gruppen aus dem Kindergarten aus eigenen Büchern vor. Später wurden auch die Wünsche der Kindergartenkinder berücksichtigt. Die Aktion war ein Riesenerfolg: „der Spaß am Vorlesen traf auf den Spaß am Zuhören“, sagte Lisa Schmitt. Auch die Erzieherinnen fanden die die Idee super, so dass eine Wiederholung geplant ist. Denn eins steht fest: Der Club der „Leseratten“ wird weiter bestehen.

Völkerballturnier von Schülern für Schüler

Zum Abschluss ihres Sportprofils kurz vor dem Übergang in die Abteilung 2 der Gesamtschule richteten die Schüler der Sportklasse 7b kurz vor den Sommerferien ein Völkerball-Turnier für die Schüler des sechsten Jahrgangs aus. Mit Unterstützung ihrer Tutoren hatten das Derby insbesondere Svenja Dabringhausen, Johannes Koch und Manuel Mastroieni organisiert und angeleitet.
Alle fünf Klassen des sechsten Jahrgangs spielten in Teams von 10 Schülern. Die Stimmung während des Wettbewerbs war großartig. Wie bei allen bisherigen „Gut-Drauf“-Ereignissen an der Gesamtschule Reichshof wurden auch diesmal die Spieler vom Mensaverein bestens versorgt. Ein Dankeschön der Sportfachschaft gilt auch allen Fachlehrern, die die Klassen während des Turniers betreuten und mit anfeuerten.

Viel Zündstoff und fast ein Koalitionsbruch – Reichshofer Gesamtschüler als Abgeordneter im Bundestag (26.06.2014)

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Für Onur Kesimoglu waren es erlebnisreiche Tage. Im Rahmen des Programms „Jugend im Parlament“ des Deutschen Bundestages verbrachte der Stufensprecher der Jahrgangsstufe 12 und stellvertretender Schülersprecher auf Initiative von Michaela Engelmeier (SPD, MdB) Anfang Juni vier Tage im Berliner Reichstag. Mit 314 anderen Schülerinnen und Schülern aus der gesamten Bundesrepublik war er Abgeordneter, Fraktions- und Ausschuss- sowie Landesgruppenmitglied einer der fiktiven Parteien, denen die Nachwuchspolitiker zugelost worden waren. Als solcher erlebte und gestaltete er harte Auseinandersetzungen um politische Probleme in Verfahren mit, die authentisch das parlamentarische Verfahren nachstellten. So ging es etwa um Fragen des Datenschutzes, um den Einsatz der Bundeswehr in Westafrika, den Ausbau der Windkraft auf dem Land ebenso wie um die Frage „Führerschein für Rentner?“ Berichtet Onur Kesimoglu über die teilweise harten Debatten, verfällt er unversehens in das identitätsstiftende „Wir“: „In unserer Landesgruppe haben wir die Frage nach dem Datenschutz auf dem Argument des Rechts auf Vergessen aufgebaut“, sagt er etwa, „und im Ausschuss haben wir eine digitale Agenda erstellt“, klingt er schon fast wie ein Politik-Profi aus der „Tagesschau“.

Interessant war insbesondere der fiktive Lebenslauf, den Onur Kesimoglu wie seine Mitabgeordneten auszufüllen hatte. In seinem Fall hatte er „früher für einen Chemiekonzern gearbeitet“. Besonders viel Zündstoff gab es in der genannten Führerscheinfrage: „Das hätte fast zum Koalitionsbruch geführt“, erinnert sich Onur Kesimoglu, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen natürlich auch in einer ausgiebigen Stadtrundfahrt Berlin zu sehen bekam. Aber besonders beeindruckt zeigt er sich von dem durchgetakteten Alltag der Abgeordeneten: „Es gibt gutes Essen im Paul Löbe Haus, aber von Mittag bis zum späten Abend kommt man auf Grund der Termine kaum dazu etwas zu essen.“ Viele Kontakte hat Onur Kesimoglu geknüpft. Auch mit Michaela Engelmeier gab es ein intensives Gespräch. „Mich freut es, dass ein so engagierter junger Mann aus der Gesamtschule Reichshof an unserem Programm teilgenommen hat“, resümiert die oberbergische Bundestagsabgeordnete und hofft, dies im nächsten Jahr wiederholen zu können.